Wer wir sind

Das Entrepreneurship Center (EC) dient als Dialogplattform für Studierende, Unternehmerpersönlichkeiten und die Öffentlichkeit.
Im Bereich Weiterbildung entwickeln wir Angebote auf universitärem Niveau. Personen, die sich auf Entrepreneurship in bestehenden Organisationen spezialisieren wollen, und (zukünftige) UnternehmerInnen sind gleichermassen angesprochen.

Im Bereich Outreach bieten wir Veranstaltungen zur Vernetzung und Weiterentwicklung von unternehmerischen Personen und Projekten. Insbesondere der Berner Business Creation Wettbewerb sowie der Berner Start-up Evening dienen der Verbindung zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft.
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In’s Weekend mit – Christian von Olnhausen, Gründer und Geschäftsführer SOS Nachhilfe

Impression SOS Nachhilfe

 

Christian von Olnhausen will es wissen und setzt im neuen Jahr alles auf eine Karte: sein Startup SOS Nachhilfe soll frischen Wind in den Nachhilfe-Bildungsmarkt bringen und die Noten seiner Kunden nachhaltig verbessern. Zusammen mit seinem wachsenden Team und derzeit rund 13 Notenpushern (=Lehrer/innen) ermöglicht der junge Unternehmer mittels modernster Technik für jedes Niveau und jeden Fachbereich Nachhilfe rund um die ganze Welt.

 

 

  • Lieber Christian, mit welchem Konzept sticht SOS Nachhilfe neben allen anderen Nachhilfeinstituten hervor, was macht ihr anders?

Nun da gibt es einiges, das wir anders machen. Zum einen setzen wir auf Flexibilität: eine Kundin rief mich am Samstag um 17.00 Uhr abends an, sie hatte am nächsten Morgen um 07.00 Uhr eine Prüfung, aber noch sehr grosse Mühe mit dem Lernstoff. Zusammen lernten wir, inklusive zwei Pizzen und 6 Red Bulls, bis um 05.00 Uhr morgens – und schlussendlich bestand sie die Prüfung. Natürlich klappt das nicht immer, aber wir grenzen uns ab, indem wir auch am Abend und am Wochenende mit unseren Kunden lernen und alle wichtigen Fächer im Portfolio haben. Zu unserer Flexibilität gehört aber auch unsere Reaktionszeit auf Anfragen. Wir antworten immer sofort und sind beispielsweise auch auf Whatsapp und Facebook erreichbar, sowie auch unsere örtliche Flexibilität: Gelernt wird entweder bei uns im Lernstudio am Hochbühlweg 5 in Bern, beim Kunden oder beim Lehrer Zuhause, oder bei Bedarf auch ortsunabhängig online. Zu diesem Zweck benutzen wir eine spezielle Kamera, welche wir aus Amerika mitgebracht haben und vernetzen uns mit dem Kunden z.B. über Skype. Damit können beide Beteiligten sehen, was der andere gerade auf sein Blatt schreibt. Seit kurzer Zeit benutzen wir auch eine neue Ipad Pro Software, mit welcher man live zusammen auf einem Blatt arbeiten kann. Zum Beispiel berechnet der Kunde eine Formel, und darunter zeichnet der Lehrer die Statistik gleich mit. All das funktioniert in HD-Qualität, Sound sowie Bild. So macht lernen Spass und wir werden unserem Motto Lernen und Lehren von überall gerecht! Wir überbrücken Distanzen, denn vor allem diese Lernpausen, die entstehen können, wenn der Lehrer oder Schüler in die Ferien fährt, sind oft die grössten Erfolgskiller. Unser zweiter Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit: unsere Nachhilfe ist nachhaltig wirksam. Unser Lernkonzept ist so gestaltet, dass 9 von 10 Schülern ihren Notenschnitt nach intensiver Lernzeit um 1,5 Noten verbessern. Wir messen das mit einem Notentracking-Tool, indem wir zuerst den derzeitigen Stand ermitteln und dann unser Ziel definieren. Wir begleiten unsere Kunden in allen Lagen: wir erkundigen uns nach der Prüfung, wie es gelaufen ist, wir feiern mit ihnen die Erfolge und erarbeiten aber auch schnell Massnahmen, wenn etwas nicht geklappt hat wie geplant. Dann gibt es noch weitere Dinge, die wir anders machen: wir bieten Probestunden an, die erst bezahlt werden müssen, wenn man wirklich damit zufrieden war und weitermachen möchte. Unsere Kunden können einfach online und ohne warten auf Rückmeldung Termine buchen und es herrscht freie Lehrerwahl sowie auch freier Lehrerwechsel –   wenn die Chemie nicht stimmt, kann ohne eine Angabe von Gründen der Lehrer gewechselt werden. Diese Dienstleistungen mögen vielleicht klein erscheinen, machen dann aber schlussendlich den Unterschied zu anderen Instituten aus. Und nicht zuletzt fragen wir uns jeden Abend: „Was können wir morgen noch besser machen?“

 

  • Du hast nun deine derzeitige Arbeitsstelle gekündigt und wirst dich ab März 2017 in Vollzeit deinem Startup widmen. Was ändert sich für dich und auf was freust du dich?

Mit 13 Jahren fing ich an, Kinder in Mathematik zu unterrichten, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Nach meinem Mathematikstudium an der Universität Heidelberg erhielt ich die Möglichkeit durch aktive Mitarbeit als Assistent der Geschäftsleitungan an einem Startup-Projekt mitzuwirken und zu lernen, wie man ein Unternehmen aufbaut. Damit brachte ich die beiden Komponenten für SOS Nachhilfe, Liebe zur Bildung und Know-how aus dem Startup-Bereich, zusammen. Durch meine Erfahrungen weiss ich, wo es am meisten brennt und die grössten Schwierigkeiten in Bezug auf Nachhilfe liegen: und somit fühlte ich mich 2016 für die Gründung von SOS Nachhilfe gewappnet und will nun mein gesamtes Herzblut dafür einsetzen und investieren. Geändert hat sich seither also einerseits nicht sehr viel, andererseits einiges! Ich habe meine Lebens-und Unterhaltskosten praktisch halbiert und verfolge das Lean Managmentsystem: das Premium Fitnessabo beispielsweise ist gekündigt und man sieht mich neuerdings öfters draussen joggen. Ich bin nun auch viel glücklicher: das zu tun, was man will und den Mut dafür aufzubringen, diesen Schritt zu gehen, macht einem sehr glücklich und zufrieden. Natürlich bin ich auch sehr aufgeregt, weil ich Neuland betrete. Aber durch mein tolles Netzwerk und deren Unterstützung mache ich mir keine grossen Sorgen, dass eine Frage oder ein Problem nicht gemeistert werden kann. Zurzeit erlebe ich grosse Genugtuung, da ich einen sinnvollen und direkten Beitrag für die Menschen leisten kann. Hat eine glückliche Mutter uns einen Kuchen gebacken, weil ihr Kind nun gute Noten schreibt und sorgloser durchs Leben gehen kann, dann weiss ich, dass alle persönlichen Einschnitte die Sache mehr als wert sind und bin motiviert, jetzt noch mehr Gas zu geben!

 

  • Wie empfindest du den Standort Bern als Gründungsumfeld?

Sehr angenehm! In Bern zu gründen empfinde ich sogar als relativ einfach: es gibt hier unglaublich viele Förderprogramme, Events, interessierte Menschen die als Partner oder Unterstützer fungieren, Plattformen und Institutionen wie coworking spaces. Ein Jahr vor meiner Gründung fing ich an, mich in das bestehende Netzwerk einzuarbeiten: ich besuchte an der Uni Bern und InnoBe die KTI Kurse und konnte dort bereits praktisch an meiner Idee und meinem Geschäftsmodell arbeiten. Zudem nahm ich an vielen Anlässen teil und lernte so eine Menge spannender Leute kennen, wie zum Beispiel Armin Eichhorn am Start-Up Weekend 2015. Armin war und ist ein wichtiger Treiber von SOS Nachhilfe: von ihm habe ich das Coachingprodukt In 100 Tagen von der Idee zum Produkt gebucht, und damit ist es uns gelungen, das Geschäftsmodell auf den Kopf zu stellen und erfolgreich zu dem weiterzuentwickeln, das es heute ist. Und gerade geniesse ich zudem die Unterstützung von Dr. Urs Guggenbühl in Form der Förderung von der be-advanced AG und als mein BBCW Coach. Natürlich muss man viel selber machen und initiieren, aber man kann es durchaus schwerer haben. Ein gutes Netzwerk ist das A und O. Bezüglich Konkurrenz kann ich nicht viel sagen. Ich beherzige mit Erfolg das Motto des Amazon-Gründers Jeff Bezos: Wir konzentrieren uns nicht auf unsere Konkurrenz, sondern auf unsere Kunden.

Zurzeit arbeiten wir daran, unseren Bekanntheitsgrad in Bern und darüber hinaus zu steigern. Wir wollen mit unserem Konzept und unserer Lern-Technologie weltweit die Lernerfolge steigern, die Schweiz im OECD-Ranking hinter Finnland und Norwegen im nationalen Schnitt nach vorne bringen und das erste Nachhilfeinstitut sein, das die 3D-Technik gewinnbringend im Unterricht einsetzt.